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Die Pressemitteilungen

Hier finden Sie alle wichtigen Pressemitteilungen der letzten Zeit, die unser Ortsverein herausgegeben hat.

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Politischer Aschermittwoch der SPD Klingenberg

Über 50 Gäste konnte der SPD-Ortsvereins- und Kreisvorsitzende Thorsten Meyerer zum diesjährigen politischen Aschermittwoch in der voll besetzten Gaststätte des TuS Röllfeld begrüßen.

In seiner Begrüßung ging Meyerer auf die aktuelle politische Auseinandersetzung mit der Neuen Mitte ein. Er bekräftigte den Entschluss der Kreis-SPD, juristisch die Kreistagswahl anzufechten, da durch die Dominierung der Liste der Neuen Mitte durch CSU-Mitglieder der Grundsatz der Chancengleichheit verletzt sei. "Wenn CSU und Neue Mitte damit durchkommen, wird das Wahlrecht pervertiert.", so Meyerer. In Zukunft werde jede Partei versucht sein, möglichst viele Listen aufzustellen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. "Statt wie bisher 7 Listen für die Kreistagswahl wird es dann vielleicht 10 oder 12 geben." Er hoffe daher, dass der Wähler dem politischen Kalkül von CSU und Neuer Mitte einen Strich durch die Rechnung mache und sich nicht von der angeblichen Überparteilichkeit der Neuen Mitte täuschen lasse.

Anschließend ging SPD-Bürgermeisterkandidat Rudi Stelzer auf die Klingenberger Kommunalpolitik ein. Stelzer betonte, dass Klingenberg ein bedeutender Wirtschaftsstandort in der Region sei, der eine Reihe von "Global Playern" beheimate und den es zu stärken gelte. Er warf dem Bürgermeister in diesem Zusammenhang vor, einseitig auf den Tourismus zu setzen und Gewerbe und Handel zu wenig zu unterstützen. Im vergangenen Jahr habe Klingenberg sechs Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen und sei dennoch eine der höchstverschuldeten Kommunen im Landkreis. Dies liege nicht so sehr an der Struktur, bedingt durch die drei Stadtteile, sondern daran, dass viel Geld in den Fremdenverkehr, das Weingut und das Tonwerk gesteckt werde.

Stelzer forderte einen Rückzug der Stadt aus der Veranstaltung von Festen und stattdessen die Förderung von Privatinitiativen. Bestes Beispiel wie es auch gehen könne, seien die Burgfestspiele, die von einem Verein mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern durchgeführt werden und zu einem kulturellen Leuchtturmprojekt im Landkreis geworden sind.

Kritisch merkte Stelzer an, dass zahlreiche Projekte vom Bürgermeister nicht entschieden vorangetrieben werden. "Die Sanierung des Umfeldes des Friedhofs in Trennfurt, des Marienplatzes in Röllfeld und des Magdalenenplatzes in Trennfurt wird immer nur angekündigt. Passiert ist noch nichts.", so der SPD-Bürgermeisterkandidat. Auch mit der Marktplatzgestaltung in Klingenberg zeigte sich Stelzer unzufrieden: "Nachdem sich die geplante städtische Vinothek aus finanziellen Gründen wohl nicht realisieren lässt, fallen auch die in Aussicht gestellten Parkplätze weg." Wir sollten besser auf den Zuschuss für die Marktplatzgestaltung verzichten, ein paar Bäume entlang der Straße pflanzen und den Marktplatz als Parkplatz erhalten."

Stelzer ging auch auf die Verkehrsproblematik in Klingenberg ein. Als Sofortmaßnahme forderte er den Abriss der ersten drei Häuser in der Wilhelmstraße, um die enge Kurve zu entschärfen. Langfristig solle der Bau einer Brücke südlich von Röllfeld betrieben werden, um die Stadt und das Maintal zu entlasten.

In Sachen Schulstandort begrüßte Stelzer die geplante Kooperation mit Erlenbach und Wörth, mahnte aber gleichzeitig eine schrittweise Sanierung des Schulhauses in Trennfurt an. Es gelte, endlich die Fenster abzudichten, die Sicherheitsstandards einzuhalten und die überdimensionierte Heizungsanlage zu erneuern. Hierbei sollen auch regenerative Energien zum Einsatz kommen. "Die Stadt muss ihrer Vorreiterrollen in Sachen Umweltschutz und erneuerbaren Energien endlich gerecht werden.", so der SPD-Politiker.

Landtagsabgeordneter Dr. Heinz Kaiser ging in seinem Vortrag auf die Landespolitik ein: "Bayern hat durch die Querelen in der CSU um die Nachfolge von Stoiber ein Jahr verloren." Das Duo Beckstein/Huber gebe ein schwaches Bild ab, habe nur wenig Eigeninitiative gezeigt und kaum etwas bewegt. "Die Mittelmäßigkeit hat Einzug gehalten in die CSU und in die Staatsregierung.", so Kaisers Urteil.

Statt in Bildung, Straßen und Nahverkehr sowie in soziale Projekte zu investieren, setze die Staatsregierung weiterhin auf den Transrapid, der an seinem geplanten Standort unsinnig sei und Milliardensummen verschlinge.  

Kaiser forderte ein stärkeres finanzielles Engagement des Freistaats und des Landkreises für die Clingenburg-Festspiele. "Hier tut der Landkreis überhaupt nichts, und die 5000 Euro vom Freistaat sind geradezu läppisch.", so der SPD-Parlamentarier.

In der anschließenden Diskussion regte Anton Schott an, im Zuge des Brückenneubaus in Klingenberg auch die Frage der Hochwasserfreilegung zu behandeln. So könne eine Umgehungsstraße am Mainufer entlang gebaut werden, die gleichzeitig als Hochwasserdamm dienen könne. Damit würde auch der innerstädtische Verkehr spürbar entlastet.

 

 

 

Ganz oben auf der Agenda: die Nähe zu den Bürgern

Der Trennfurter SPD-Mann Rudi Stelzer will Bürgermeister von Klingenberg werden - In zahlreichen Vereinen der Stadt aktiv  

Klingenberg. Bürgernähe und Austausch mit den Menschen will Rudi Stelzer im Fall seiner Wahl zum Stadtoberhaupt pflegen. Der 53-jährige stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Klingenberg wurde am Donnerstag in der Gaststätte »Poseidon« in Trennfurt zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2008 gewählt.

Vorsitzender Thorsten Meyerer betonte, dass Rudi Stelzer der richtige Mann für das Bürgermeisteramt sei und eine echte Alternative für die Wähler bedeute. Stelzer sei alles andere als ein kommunalpolitisches Leichtgewicht: 1972 engagierte er sich bereits bei den Jusos, seit 1980 ist er Parteimitglied. Stelzer sei über Jahre der »Traditionsvorsitzende« des früheren Ortsvereins Trennfurt gewesen.

Derzeit amtiert Stelzer als stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Klingenberg, der Anfang des Jahres aus den Ortsvereinen Klingenberg-Röllfeld und Trennfurt entstanden ist. Bereits seit 1984 sitzt der selbstständige Elektromeister im Stadtrat und hat den Vorsitz der SPD-Stadtratsfraktion inne, die dort mit vier Sitzen vertreten ist.

Als Mitglied des Werksausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt bringt der Trennfurter die Vorstellungen der SPD mit ein, die Meyerers Meinung nach die einzige geschlossen auftretende Partei in diesem Gremium ist.

Geschlossenheit auch bei der Abstimmung: Rudi Stelzer erhielt alle Stimmen der 14 stimmberechtigten Anwesenden. 13 Stimmen und eine Gegenstimme entfielen auf Thorsten Meyerer als Ersatzkandidat. Ende November wird die SPD-Kandidatenliste verabschiedet.

Klingenberg sei unbestritten lebens- und liebenswert, aber nicht nur die Festspiel-, Rotwein- und Teddybärstadt, die sie für den Fremdenverkehr darstelle, sagte Stelzer in seiner Stellungnahme. Die Anliegen der Einheimischen müssten mehr beachtet werden.

In Klingenberg seien unter anderem weltweit angesehene Firmen ansässig, darunter der größte Arbeitgeber im Landkreis Miltenberg. Seiner Meinung nach finden diese bei der Stadt zu wenig Unterstützung. Bürgermeister Reinhard Simon warf er fehlende Präsenz und mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. Im Fall seiner Wahl versprach Stelzer, für alle Bürger Klingenbergs ein erreichbarer und ansprechbarer Bürgermeister zu sein.

Stagnation in der Stadt

Bei vielen Projekten gehe nichts voran. Er stellte als Beispiel die seit fünf Jahren stagnierende Planung zum Umbau der Wilhelmstraße heraus, wobei die Vorlage des Bebauungsplans verzögert und der Stadtrat immer wieder vertröstet werde. Die Probleme Fahrradweg nach Erlenbach, Weingut und Tonbergwerk will er angehen und lösen. Erfahrungen im Umgang mit Menschen und in Organisationsfragen hat Stelzer in verschiedenen Vereinen gesammelt. Seit 35 Jahren ist er in der Freiwilligen Feuerwehr Trennfurt tätig, deren Kommandant er seit 1994 ist. Als Kreisbrandmeister, Jugendfeuerwehrwart auf Kreis- und Bezirksebene und stellvertretender Kommandant übernahm er Verantwortung.

Seine Verbundenheit und Nähe zu den Bürgern zeigte Stelzer als Sitzungspräsident beim Trennfurter Carnevalverein (TTC) und als Mitglied im Musik-, Gesangs- und Turnverein des Stadtteils. Das Engagement der Ortsvereine und Einzelner will er mehr fördern, was, wie er glaubt, zu einer größeren Identifikation mit der eigenen Stadt beitrage.

Wichtig sind dem verheirateten Familienvater von vier Kindern - seine Ehefrau Conny hat weitere zwei Kinder mit in die Ehe gebracht - auch die Anliegen der Jugendlichen und von jungen Familien. Als Fördermöglichkeiten nannte er die Sanierung der Volksschule sowie die Ausweisung von Bau-, Skater- und Bolzplätzen.

(Bote vom Untermain, 27.10.2007)

 

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